Erstellt am:17.3.08

Tauben füttern verboten!

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Ordnungsamt kontrolliert und verhängt Bußgeld

50 Euro Bußgeld wegen Verstoßes gegen das Fütterungsverbot von Tauben verhängte  das Ordnungs- und Straßenverkehrsamt der Stadt Bonn. Eine 66-jährige Frau  war Anfang des Monats dabei beobachtet worden, wie sie schon in den frühen Morgenstunden Futter für Tauben auslegte.
Besonders die Kiesfläche auf dem Moltkeplatz ist eine bevorzugte Futterstelle.

Verwilderte Haustauben und Wildtauben dürfen nach der Straßenordnung der Stadt Bonn nicht gefüttert und für sie darf kein Futter ausgelegt werden. Das Ordnungs- und Straßenverkehrsamt der Stadt Bonn überprüft diese Vorschrift intensiv. Mehrere Personen wurden bisher verwarnt. Im Wiederholungsfall droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 500 Euro.

Stadttauben können Träger von Krankheitserregern sein. Für Menschen, die Tauben füttern und dadurch mit deren Kot oder erregerhaltigen Stäuben in Kontakt kommen, besteht sogar ein erhöhtes Infektionsrisiko. Taubenkot besitzt aggressive Eigenschaften und ist ein Problem für Gebäude und Kleidung. Zusätzlich nehmen Tauben täglich größere Mengen Steinchen aus dem Mauerputz in den Kropf auf, was zu einer zusätzlichen Schädigung der Bauwerke führt.

Durch die unkontrollierte Vermehrung werden Tauben immer mehr zum Problem. Die günstigen Ernährungsmöglichkeiten in der Stadt durch Speisereste, Abfälle und Vogelfutter sind ausschlaggebend für ihre Anzahl. Die Vermehrungsrate der Stadttauben ist wesentlich größer als unter normalen Lebensbedingungen. Sie brüten ganzjährig und ziehen durchschnittlich jährlich fünf Junge groß.

Bei einer Verringerung des übermäßigen Nahrungsangebotes benötigen die Tiere mehr Zeit für die Futtersuche und haben weniger Zeit zum Brüten. Sie legen dann, wie es natürlich ist, ein- oder zweimal im Jahr Eier und beschäftigen sich intensiver mit der Jungtieraufzucht.

Ein Fütterungsverzicht ist nach Ansicht von Fachleuten eine wichtige Voraussetzung dafür, das ökologische Gleichgewicht wieder herzustellen und den Tauben zu einem artgerechteren Leben zu verhelfen.


 

 
 

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