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Am 17. November 1958 Lückenschluss zwischen Remagen und
Köln-Gereon
Der Bonner Hauptbahnhof und damit auch die heutigen Bonner Bahnhöfe Bad
Godesberg und Mehlem können am 17. November ihren 50. Geburtstag der
Elektrifizierung feiern. An diesem Tage im Jahr 1958 wurde auf der damaligen
Kursbuchstrecke 249 (Köln- Frankfurt) der elektrische Eisenbahnbetrieb fast
auf der ganzen Strecke aufgenommen. Erste Überlegungen zur Einführung des
elektrischen Betriebes gab es bereits 1947. Als Folge daraus wurde die
Viktoriabrücke bereits für das größere Lichtraumprofil wieder aufgebaut.
Im September 1956 war es dann soweit: Die DB gab ihre Pläne zur
Elektrifizierung der Bundesbahndirektion Köln bekannt. Ausgangspunkt für die
Oberleitung waren die bereits vor dem Krieg elektrisch betrieben Strecken in
Bayern. 1957 erreichte der Fahrstrom (15 kV, 16 2/3 h) bei Mainz das
Bundesland Rheinland-Pfalz. Am 11. März 1958 wurde die Oberleitung von
Bingen bis Remagen in Betrieb genommen; mit dem 1. Juni 1958 begann der
fahrplanmäßige Betrieb auf der Strecke. Das bedeutete für Fernzüge aus Köln,
dass in der Regel in Koblenz erst eine Elektrolok vorgespannt werden konnte.
Die Bauarbeiten zur Elektrifizierung erreichten im Juli 1957 das heutige
Bonner Stadtgebiet im Süden; im Oktober 1957 war der Godesberger
Güterbahnhof erreicht und im Dezember standen die ersten Oberleitungsmasten
im heutigen Hauptbahnhof. 1958 begann man bei laufendem Eisenbahnbetrieb die
Montage der Oberleitung; am 20. September 1958 wurde probeweise der Strom in
der Oberleitung bis zur Blockstelle "Neuer Weg" südlich von Mehlem
geschaltet; am 22. Oktober konnte die erste Ellok E 10 150 mit einem Wagen
am Haken probeweise bis Bad Godesberg (Ankunft 14.20 Uhr) fahren.
Ebenfalls 1958 wurde die Strecke Düsseldorf-Essen-Dortmund elektrisch in
Betrieb genommen; somit gab es zwischen Düsseldorf und Remagen eine Lücke,
deren erster Abschnitt am 17. November 1958 zwischen Remagen und Köln-Gereon
geschlossen wurde - also heute vor 50 Jahren. Ab diesem Tage konnte der
gesamte Güterverkehr von Köln-Gereon beziehungsweise Köln-Eifeltor in den
Süden elektrisch betrieben werden.
Mit dem Fahrplanwechsel am 31. Mai 1959 waren alle Bauarbeiten im Kölner
Raum abgeschlossen und die DB konnte ab Dortmund den Rhein entlang südwärts
alle Züge elektrisch fahren, bei gleichzeitiger erheblicher Beschleunigung
der Fahrzeiten.
Erster planmäßiger elektrischer Zug in Bonn war ein Eilgüterzug
Mannheim-Köln- Gereon, gezogen von einer nagelneuen E40 110. Loks diesen
Typs fahren als Baureihe 140 noch heute durch den Bonner Hauptbahnhof.
Ohne Elloks und ICEs wäre der heutige Eisenbahnbetrieb kaum noch
vorstellbar, fast alle wichtigen Hauptstrecken zwischen Aachen und Frankfurt
(Oder), Kiel und Basel sind mit Oberleitung überspannt, heute sind es 19.857
Streckenkilometer.
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