Erstellt am:17.10.07

Hans-Dietrich Genscher trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein

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  Zuhause bin ich in Bonn" - Klares Bekenntnis zum Berlin-Bonn-Gesetz: "Da hat Bonn mich auf seiner Seite"

"Danke, Bonn!" Das waren die Schlussworte von Hans-Dietrich Genscher, nachdem sich der ehemalige Bundesaußenminister der Bundesrepublik Deutschland am Mittwoch, 17. Oktober, in das Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte. Als Bundeshauptstadt habe Bonn in den Jahrzehnten nach dem Krieg  in schwerster Zeit der neuen Republik einen großen Dienst erwiesen. Das, was damals außenpolitisch auf den Weg gebracht worden sei, bewahre die "internationale Stadt Bonn" heute.

Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann würdigte bei der Zeremonie im Alten Rathaus das herausragende Lebenswerk des Politikers, der immer noch sehr aktiv sei. Er sei ein wichtiger Gestalter der deutschen Einheit gewesen, sagte sie und erinnerte an die bewegenden Bilden, als Genscher vom Balkon der Deutschen Botschaft in Prag den dorthin geflüchteten DDR-Bürgern die Ausreise verkündete. Als einer der "Architekten der Europäischen Union" habe er sich Verdienste erworben, "die unser aller Dank und Bewunderung verdienen".

Besonders hob Frau Dieckmann Genschers Engagement für die "Welt als Überlebens- und Weltgemeinschaft", wie er es selbst formuliert habe. "Ihre Vision von einem Deutschland in und mit Europa für eine Welt nimmt zunehmend Gestalt an und Bonn als deutsche UNO-Stadt gestaltet diese Vision nachhaltig mit".

Genscher legte in seiner Rede in klares Bekenntnis zum Berlin-Bonn-Gesetz ab: "Daran darf nicht gerüttelt werden, da hat Bonn mich auf seiner Seite. Da gelten für Bonn jene Verlässlichkeit und Kontinuität, die wir in der Hauptstadtfrage für Berlin eingefordert haben."

Genscher, der seinen Lebensmittelpunkt in der Nähe von Bonn hat und auch Obrist der Karnevalsvereinigung Bonner Stadtsoldaten ist, fand lobende Worte für seine Wahlheimat: "Alle, die nach dem Krieg aus dem Ausland in die Bundeshauptstadt Bonn kamen, erlebten hier ein Deutschland, das sie nicht für möglich gehalten haben, das sie sich nicht vorstellen konnten." Er habe von Bonn ja bereits 1937 durch seinen Geographielehrer erfahren, der wohl Rheinländer gewesen sei. Als Student habe er dann die Beratungen des Parlamentarischen Rates verfolgt. Der vielgereiste Politiker bekannte: "Zuhause bin ich in Bonn".  

 

 
 

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