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Am Samstag wieder Flohmarkt in der Rheinaue
Neuer Betreiber - bewährtes Konzept
Der nächste Rheinauenflohmarkt findet
am Samstag, 17. Mai, statt. Die Organisation der Rheinauen-Flohmärkte hat
jetzt der neue Pächter des Parkrestaurants Rheinaue übernommen. Dabei wird
das seit Jahren bewährte und familienfreundliche Konzept nicht geändert.
Ort, Ablauf, Termine und Gebühren bleiben unverändert. Neu ist eine
Müllkaution in Höhe von 3 Euro pro laufenden Meter, die zusammen mit der
Standgebühr kassiert wird. Wer seinen Platz ordnungsgemäß verlässt, erhält
sie zwischen 16 und 18 Uhr wieder zurück erstattet.Informationen
rund um den Flohmarkt in der Rheinaue gibt es ab sofort bei Bonn-Event unter
der Telefonnummer 0228/400090 oder per Mail
jh@bn-musik.de . Weitere Infos gibt es unter
www.bonn.de .
Der Flohmarkt in der Rheinaue gilt als einer der
größten deutschen Flohmärkte und zieht jährlich über 200.000 Besucherinnen
und Besucher an den sieben Veranstaltungen pro Jahr an. Von April bis
Oktober ist er an jedem dritten Samstag im Monat das "Handelszentrum" der
Stadt. Je nach Wetterlage werden zwischen 1.000 und 1.800 Anbieter erwartet.
Informationen rund um den Flohmarkt in der Rheinaue gibt es ab sofort bei
Bonn-Event unter der Telefonnummer 0228/400090 oder per Mail
jh@bn-musik.de .
Keine Neuware
Als Anbieter zugelassen werden nur Amateure, die flohmarkttypische
gebrauchte Artikel verkaufen wollen. Neuwertige Industriewaren,
Lebensmittel, Tabakerzeugnisse, Pflanzen, lebende oder präparierte Tiere und
Tierteile, Waffen aller Art, Nazi-Artikel, Kriegsspielzeug, Gewalt
verherrlichende Artikel, Erotika, Farben, Öle, Lacke, Verdünnungen,
Kosmetika, Parfüme (ausgenommen sind Sammlerminiaturen), pornographische
Darstellungen, Waren, die gegen das Zoll- und Urheberrecht verstoßen, sind
nicht zugelassen.
Die Stände dürfen am Freitag vorher schon ab 16 Uhr aufgebaut werden,
Verkaufszeit ist am Samstag von 8 bis 18 Uhr. Vor Ort wird das Standgeld in
Höhe von 6,50 Euro pro angefangenen Frontmeter im Laufe des Flohmarkttages
kassiert. Kinder bis einschließlich 14 Jahren zahlen für einen Stand unter
zwei Metern Länge nichts.
Gut angenommen wurden bereits in den letzten Jahren die 200 kostenlosen
Parkplätze in der Besucher-Tiefgarage des Posttowers. Wer trotzdem
verkehrsbehindernd parkt, wird abgeschleppt.
Weitere Informationen gibt es unter
www.bonn.de .
Vor dem Haupteingang richtet die Stadt südlich der Heinemannstraße auch
wieder eine Ladezone ein. Hier ist es erlaubt Sachen ein- und auszuladen.
Gegen 50 Euro Pfand kann man sich bis zu einer Stunde eine Sackkarre der
Deutschen Post ausleihen. Ein Faltblatt, das von der Post gesponsert wird,
informiert über die Großveranstaltung (Auflage 35.000 Exemplare). Gut
angenommen wurden bereits in den letzten Jahren die 200 kostenlosen
Parkplätze in der Besucher-Tiefgarage des Posttowers. Mit dem kostenlosen
Flohmarkt-Bus bringt SWB Mobil die Besucher und Beschicker von 8 bis 18 Uhr
auf einem Rundkurs im Takt von und zu den Parkplätzen und der Postgarage.
Wer trotzdem verkehrsbehindernd parkt, wird abgeschleppt.
Die Historie
Der erste städtische Flohmarkt fand am 7. April 1973 vor der Schlosskirche
statt. Laut Chronik waren gegen 10 Uhr an diesem Tag alle Plätze vergeben.
Insgesamt hatten 88 "Händler", darunter 39 aus dem Bonner Raum, ihre Zelte
auf dem Hof und in der Brüdergasse aufgeschlagen. Es gab Pickelhauben,
funkelnde und glitzernde Degen, wurmstichige Vorderlader, ein Gitterbettchen
mit fein gedrechselten und geschnitzten Beinen, alte Puppen für viel Geld,
in grüne Glasflaschen eingeschlossene Liebesherzchen sowie viel Silber und
altes Porzellan.
Der Flohmarkt erlebte eine große Resonanz, so dass er aus allen Nähten
platzte und im Juli 1975 in den Bonner Hofgarten verlegt werden musste.
Verkehrliche Probleme waren es letztendlich, die einen Umzug des Flohmarktes
aus dem Hofgarten an das Beueler Rheinufer im Dezember 1978 erforderlich
machten. Der Auftakt in Beuel stand allerdings unter einem schlechten
Zeichen. Bedingt durch einen Temperatursturz mit Glatteis waren mehr
Anbieter als suchende Käufer zum neuen Standort gekommen. Der neue Standort
Beuel erfreute sich jedoch einer ständig steigenden Beliebtheit und
entwickelte sich zu einer Großveranstaltung mit überregionaler Bedeutung.
Durch den Ausbau der Hermannstraße und den Kanalbau in der Rheinaustraße
waren es wieder verkehrliche Gründe, die eine Standortverlagerung
erforderlich machten. Nach nur acht Jahren zog der Flohmarkt zum vierten Mal
um, diesmal in die Gronau. Hier fand am 18. April 1981 der erste Flohmarkt
statt. Entgegen den bisherigen Standorten ließen sich im Gronaugelände die
verkehrlichen Probleme gut lösen und Lärmbelästigungen fielen nicht
erheblich ins Gewicht.
Aber auch der Standort Gronau wurde nur zwei Jahre beibehalten. Die
Verlagerung zum jetzigen Standort in der Rheinaue erfolgte am 16. April
1983. Diesmal waren es keine Verkehrsprobleme, sondern das andauernde
Hochwasser ließ eine Nutzung der Veranstaltungsfläche nicht zu.
Offiziell beschloss der Hauptausschuss am 15. Mai 1984, dass von nun an,
jeweils am dritten Samstag der Monate April bis Oktober in der Zeit von 8
bis 18 Uhr, der Flohmarkt in der Rheinaue im Bereich des Haupteinganges an
der Ludwig-Erhard-Allee durchgeführt werden soll.
Die Rheinaue entpuppte sich als wahres Eldorado für Flohmarktfans. Die
ersten drei Veranstaltungen des Jahres 1984 ließen die Beschickerzahlen
drastisch steigen. Schon der Flohmarkt am 16. Juni 1984 hatte rund 1.500
Anbieter, bei sehr großem Besucherinteresse.
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