| Erstellt am: 17.10.2006 |
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Bonn will Front gegen Bahnlärm auf 190 Kilometer Länge |
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Oberbürgermeisterin Dieckmann regt gemeinsame Haltung von 20 Städten und Gemeinden an Die Stadt Bonn will eine kommunale Front gegen zunehmenden Lärm auf den Rheintal-Bahnstrecken bilden, die sich aus einer erheblich wachsenden Zahl von Güterfernzügen ergeben. Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann hat 20 Städte und Gemeinden, darunter die Städte Koblenz, Mainz und Neuwied eingeladen, die Interessen an der ca. 190 Kilometer langen Schienenstrecke zwischen der Bundesstadt und der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt zu bündelnd, „um gemeinsam dem Anliegen nach mehr Schutz vor Bahnlärm den entsprechenden Nachdruck verleihen zu können.“ ![]() In Briefen an die Oberbürgermeister und Bürgermeister regt Bärbel Dieckmann an, realistische Forderungen der vom Bahnlärm betroffenen Städte und Gemeinden zu formulieren und gegenüber der Bahn AG zu präsentieren. „Im Vordergrund wird hier sicherlich die Lärmbekämpfung an der Quelle stehen“, schreibt Dieckmann. Damit seien Lärmminderungsprojekte für den Güterverkehr gemeint. Vor allem die Modernisierung der Güterwaggons sei unumgänglich. Durch das gemeinsame Vorgehen könne auch der Prozess der Umstellung auf geräuschärmere Waggons beschleunigt werden. In der Sitzung des Verwaltungsvorstandes hat die Führung der Stadtverwaltung ihre Entschlossenheit bekräftigt, gegen den wachsenden Lärm der Güterzüge vorzugehen. Dabei wird nicht bestritten, dass eine Verlagerung von Gütertransporten von der Straße auf die Schiene aus ökologischen Gründen grundsätzlich zu begrüßen ist. Die Menschen an der Bahn müssten aber vor wachsendem Verkehrslärm wirksam und dauerhaft geschützt werden. Im Verwaltungsvorstand wurden neue Zählungen vorgestellt. Die Zahl der täglich verkehrenden Güterzüge variiert. Neben 139 Nahverkehrs- und 67 Fernverkehrszügen wurde an zwei Erhebungstagen jeweils 68 Güterzüge an einem und 81 an einem anderen Tag gezählt. Bedingt durch Baustellen oder Streckensperrungen auf der rechtsrheinischen Strecke kann es nach den Erkenntnissen des Planungsamtes linksrheinisch zu Mehrbelastungen durch Umleitung von Zügen kommen. Bei drei Nachtzählungen wurden linksrheinischen in der Zeit von 22 und 6 Uhr zwischen 26 und 31 Güterzüge erfasst, das sind zwischen vier und fünf Güterzüge pro Nachtstunde. Der gewachsene Zugverkehr hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Schrankenschließungen. Sieben bis acht Schließungen pro Stunde sind die Regel. Im Durchschnitt bleiben die Schranken 30 Minuten, tagsüber sogar 35 Minuten geschlossen. Die durchschnittliche Schließzeit beträgt 4,5 Minuten. Oberbürgermeisterin Dieckmann will einerseits einen Katalog von lärmdämpfenden Maßnahmen entwickeln lassen Anderseits müsse sich die Stadt angesichts der langen Wartezeiten an den Schranken, vor allem auch im Bundesviertel und an der Museumsmeile, auch mit neuen Über- und Unterführungen beschäftigen. Der jetzige Zustand sei auf Dauer nicht hinnehmbar. |
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