Erstellt am:
2.8.2006

<<< zurück

 

 
 

Letzte Ruhestätte unter Bäumen

 
 
Friedhain auf dem Friedhof Heiderhof bietet außergewöhnliche Bestattung – Neues Faltblatt informiert über vielfältige Beisetzungsmöglichkeiten – 40 Friedhöfe in Bonn

Es ist ein Thema, mit dem man sich nicht gerne beschäftigt aber mit hundertprozentiger Sicherheit irgendwann muss. Die Beerdigung von Familienangehörigen, Partnern, Freunden oder Bekannten kommt unweigerlich auf jeden zu und auch mit der eigenen Beisetzung setzt sich so mancher zu Lebzeiten auseinander. Ein Beispiel für die vielfältigen Bestattungsformen ist der Friedhain auf dem Friedhof Heiderhof. In dieser idyllischen, waldartigen Teilfläche des Friedhofs kann man Urnen von Verstorbenen unter Bäumen bestatten lassen. Umweltdezernent Dr. Volker Kregel und der stellvertretende Leiter des Amtes für Stadtgrün, Peter Kießling, stellten den Friedhain und die unterschiedlichen, in Bonn möglichen Bestattungsformen vor.

40 städtische Friedhöfe mit rund 1,2 Millionen Quadratmetern Fläche in Bonn
In dem Wäldchen auf dem Friedhof Heiderhof ist nur die Urnenbeisetzung zulässig, eine individuelle Grabgestaltung ist nicht möglich. Es handelt sich um eine teilanonyme Beerdigungsfläche, dass heißt, es steht jedem offen, seinen Namen auf einer erst kürzlich errichteten Stele eingravieren zu lassen. Voraussetzung für die letzte Ruhestätte unter Bäumen ist eine eindeutige Willenserklärung, die der Verstorbene zu Lebzeiten abgeben haben muss.

Der Friedhof Heiderhof ist einer von insgesamt 40 städtischen Gottesackern im Bonner Stadtgebiet. Die rund 1,2 Millionen Quadratmeter Fläche und zirka 14.500 dort wachsende Bäume werden von städtischen Mitarbeitern des Amtes für Stadtgrün betreut. Sie sind zuständig für Grünpflege und Bestattungen.

Vom „gängigen“ Wahlgrab für Sargbestattungen, dem Familiengrab, oder dem Reihengrab bis hin zu Aschenfeldern ist die Palette der Bestattungsmöglichkeiten in Bonn breit gefächert. So bieten einzelne Friedhöfe Grabkammern als Familien- oder Reihengrab an. In Bonn werden bei jährlich rund 1400 Sargbestattungen vorgenommen.

Feuerbestattung werden pro Jahr etwa 1200 Mal gewählt. Urnen können in Wahlgräbern mit je bis zu vier Aschegefäßen oder in Reihengräbern bestattet werden. Außerdem stehen auf einigen Friedhöfen Kolumbarien zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Urnenwände, in denen Kammern über- und nebeneinander die Aschebehältnisse aufnehmen.

Namenlose Grabstätten
Das Amt für Stadtgrün weist auch auf die Möglichkeit zur anonymen Urnenbeisetzung auf einem Gräberfeld hin. Dies sind Rasenflächen mit gärtnerischer Gestaltung und einem zentralen Gedenkzeichen. Eine individuelle Kennzeichnung oder individuelle Anlage der Grabstätten ist nicht zulässig. Die Verstorbenen werden ohne Trauergäste und Angehörige beerdigt.

Ebenfalls anonym können Bestattungen auf Aschefeldern auf den Nordfriedhof im Stadtbezirk Bonn und dem Zentralfriedhof an der Gotenstraße im Stadtbezirk Bad Godesberg erfolgen. Auf Wunsch jedoch kann der Name des Verstorbenen auf einem zentralen Gedenkstein angebracht werden. Die Asche wird im Beisein der Angehörigen unter der Grasnarbe verstreut.

Wenn Kinder sterben
Ganz besonders schlimm trifft es Eltern und nahe Angehörige, wenn ein Kind verstirbt. Neben allen anderen Bestattungsformen können Verstorbene bis einschließlich fünf Jahren auf separat ausgewiesenen Flächen der Friedhöfe in Reihengräbern zur letzten Ruhe gebettet werden.

Auch für Tot- und Fehlgeburten gibt es einen Ort der Trauer. Auf dem Nordfriedhof wurde ein Grabfeld eigens ausgewiesen. Die Ruhezeit beträgt zehn Jahre. Wenn die Eltern es wünschen, können sie die Gräber auch individuell gestalten.

Das Faltblatt „Friedhöfe und Bestattungen in Bonn“ liegt an allen Informationsstellen der Stadt Bonn kostenlos aus und kann aus dem städtischen Internetangebot unter www.bonn.de herunter geladen werden. Neben den unterschiedlichen Beisetzungs-Möglichkeiten nennt es für unterschiedliche Anliegen auch Ansprechpartner im Amt für Stadtgrün.
 
 
 

<<< zurück

© 2006- www.godesberg.info