Problematik Vermehrung der Stadttauben in der Bad Godesberger
Innenstadt:
Am 4. November 2008 hatte Brigitte Grüll (Vorsitzende Bad
Godesberg Stadtmarketing e.V.) und Philipp Lerch (Vorsitzender CDU Bad
Godesberg) Gelegenheit dem Falkner Lothar Ciesielski bei seiner Arbeit
"über die Schulter schauen".
Im Rahmen eines Rundganges durch die Bad Godesberger Innenstadt
informierten sich Brigitte Grüll und Philipp Lerch über Möglichkeiten der
ökologischen Vogelvergrämung.
Sie wollten ausloten, inwiefern das Engagement eines Falkners zielführend
für die Entschärfung der zunehmend als Belastung empfundenen
Taubenpopulation erscheint.
Ciesielski vertreibt mit seinen Falken seit einem Jahr erfolgreich die
Tauben an der Fronhofer Galeria, deren Umfeld inzwischen weitgehend von
Stadttauben befreit werden konnte. Ähnlich positive Erfahrungen sammelt
seit einiger Zeit auch der nordrhein-westfälische Landtag, über dem
Ciesielski seine Habichte, Bussarde und Falken regelmäßig fliegen lässt.
"Die gefiederten Jäger" erläutert Lerch "greifen keinesfalls
unsere Stadttauben an, sondern verjagen sie bloß an einen anderen Ort,
optimalerweise in Richtung eines Taubenschlages am Rande oder außerhalb
der Fußgängerzone, wo die Stadttaubenpopulation kontrolliert werden
könnte. Damit ist der falknerische Einsatz absolut ökologisch und genügt
dem Tierschutz."
Brigitte Grüll war im
Vorfeld des Informationsrundganges gespannt, inwiefern Ciesielski Chancen
erkennt, bei der Taubenvergrämung eine bloße Verschiebung der Problematik
an andere Orte in der Fußgängerzone Bad Godesbergs zu vermeiden: "Das
Thema Stadttauben beschäftigt den Verein Bad Godesberg Stadtmarketing
schon seit langer Zeit und ebenso die Suche nach sinnvollen Lösungen zur
deutlichen Eindämmung der Taubenpopulation in Bad Godesberg. Uns kann
natürlich nicht daran gelegen sein, die Tauben beispielsweise vom
Theaterplatz zu verdrängen, um anschließend dieselbe Problematik 1:1 am
Moltkeplatz verzeichnen zu müssen. So sind mittlerweile die Alte
Bahnhofstraße und der Michaelshof weitaus stärker betroffen als noch vor
einem Jahr.
Zusätzlich zu Vegrämungsmaßnahmen muss das Fütterungsverbot zwingend
eingehalten und müssten Zuwiderhandlungen, um wirklich abschreckende
Wirkung zu erzielen, weitaus drastischer geahndet werden", so die Meinung
von Brigitte Grüll.
Grüll und Lerch zeigten sich optimistisch, dass durch ein Maßnahmenbündel,
bestehend aus der Errichtung eines Taubenhauses, dem Einsatz eines
Falkners, den verschärften Kontrollen des Fütterungsverbotes, dem
Aufstellen von entsprechenden Hinweisschildern, der Erhöhung von
Reinigungsintervallen und der aktiven Aufklärung in der Bevölkerung,
dauerhaft Abhilfe geschaffen werden kann.
Kommentar:
Über die Kosten des Einsatzes des Falkners muss nun gesprochen werden. Es
bietet auch die Möglichkeit an, die ausgestreuten Futterhaufen sofort zu
entfernen,