Stadtmuseum Bonn

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Dauerausstellung


StadtMuseum Bonn Franziskanerstraße 9  1. und 2. Obergeschoß
53113 Bonn
Kasse/Information: 0228/772877


10 Jahre Stadtmuseum Bonn in der Franziskanerstraße

Bonns jüngste Kultureinrichtung feiert am Samstag, 17. Mai, Jubiläum
8.52.2008 Bonns jüngste Kultureinrichtung feiert Jubiläum. Das Stadtmuseum Bonn lädt am Samstag, 17. Mai, von 12 bis 20.30 Uhr in die Museumsräume, Franziskanerstraße 9, 1. und 2. Etage ein. Auf dem Programm stehen neben Führungen durch die Sammlung, Kabarett-Beiträge, Lesungen, Filme, ein Bücherflohmarkt und eine Tombola. Das komplette Programm steht im Internet unter www.bonn.de als download bereit.

Vor zehn Jahren, am 14. und 15. Januar 1998, wurde die Dauerausstellung des Stadtmuseums Bonn in den Museumsräumen in der Franziskanerstraße eröffnet. Das 10jährige Jubiläum der Eröffnung der Dauerausstellung zur Bonner Stadt- und Kulturgeschichte von der Römerzeit bis heute in der Franziskanerstraße ist für die Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Ingrid Bodsch, auch Anlass zur Rückschau auf die Gründung des Museums, die fast 19 Jahre zurückliegt. Schon seit 1991 hat das Stadtmuseum mit Ausstellungen in der Museumsdependance, dem Ernst-Moritz-Arndt-Haus auf seinen Anspruch und seine Möglichkeiten aufmerksam gemacht. "Mit den Ausstellungen und Katalogen "Monument für Beethoven" (1995) und "Clara Schumann 1819-1896" (1996) konnte die Anerkennung und Begeisterung nicht nur der Besucher sondern auch der Feuilletons der großen überregionalen Zeitungen erreicht werden. Seit 1998 spielen wir 'zweihändig' in der Franziskanerstraße und und im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, wobei die unterschiedlichen Räumlichkeiten mit ihrem sehr spezifischen Ambiente sich für sehr unterschiedliche Themenstellungen anbieten", so Dr. Ingrid Bodsch, Leiterin des Stadtmuseums.

Viele interessante Ausstellungen
Auf großes Interesse von Publikum und Presse stießen vor allem "Clara Schumann", "Joseph Haydn in Bonn", "An den Rhein, an den Rhein ...", "Beethoven und andere Wunderkinder", "Adolf Hitler am deutschen Rhein", "Nagetiere im Kinderbuch - Das Kinderbuch vom 18. Jahrhundert bis heute", Krippensammlung von Andreas Etienne, Bonner Keramik, "Bonn zur Aufklärungszeit", "Zwischen Musik und Poesie. Robert Schumann - früh und spät", Zur Schumannrezeption im 19. und 20. Jahrhundert, Sibylle Mertens-Schaaffhausen und Bonner Impressionen- Foto der 60er-und 70er Jahre.

Gut besuchte Veranstaltungen
Bei den Veranstaltungen hatten besonders großen Zulauf der Schillerabend im Rheinhotel Dreesen, die Nonnenwerth-Matinéen, die Kinderaufführungen in der Aula des Clara-Schumann-Gymnasiums, die Schumannsoiréen im Festsaal der Universität und im Kammermusiksaal und die musikalisch-literarischen Sommersoiréen auf der Rheinterrasse des Arndthauses bzw. die Veranstaltungen in Räumen und Garten der Österreichischen Botschaft.

Kooperation mit Partner aus dem In- und Ausland
Das Stadtmuseum kooperiert bei vielen Projekten mit Partnern, Museen in Bonn und im Rheinland, aber auch aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland, mit anderen Kultureinrichtungen wie Universität, Bibliotheken oder Archiven, Kulturinstituten wie dem Uniclub oder dem Goetheinstitut, mit diplomatischen Vertretungen und Kulturabteilungen von Bund und Ländern, mit Künstlern aus dem Bereichen Literatur, Musik und Schauspiel und vielen anderen mehr.

Engagement des Fördervereins
Über den Förderverein werden Stiftungen und Zuwendungen oft Ausstellungen und Veranstaltungen möglich gemacht, die sonst auch bei größtem persönlichen Einsatz nicht zu finanzieren wären. Darüber hinaus wird das große Angebot an ehrenamtlichen Führungen von Mitgliedern des Fördervereins getragen. Der Förderverein übernimmt auch einen erheblichen Anteil der Kosten im museumspädagogischen Bereich und unterstützt neben der Arbeit mit Kindern auch die übrigen Serviceangebote des Museums, die ab dem kommenden Jahr auch auf Senioren in Bonner Altenheimen ausgedehnt werden sollen.

Eine eigene Stiftung fürs Museum
Die wichtigste Erwerbung und auch teuerste Erwerbung in den 10 Jahren des Bestehens der Dauerausstellung war 2001/2002 der Kauf des so genannten Emmelsilbers, das als nationales Kulturerbe und qualitätvollstes Silber des 18. Jahrhunderts in Westdeutschland mit Mitteln des Bundes, der Kulturstiftung der Länder und der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW für das Stadtmuseum gewonnen werden konnte.

2002 wurde das Stadtmuseum auch mit einer eigenen Stiftung bedacht (Dr. Borchert), aus deren jährlich anfallenden Zinsen das Museum Objekte aus der Zeit vor 1800 erwerben darf. 2008 gelang damit der Ankauf eines großen kurfürstlichen Portraits, das noch in dem Paneel steckt, in dem das Gemälde ehemals im Poppelsdorfer Schloss präsentiert wurde. (Siehe unten)

Kinder ins Museum
"Besonders froh sind wir, dass auch unsere intensiven Anstrengungen im Hinblick auf Kinder seit etwa zwei Jahren immer reichere Früchte trägt und unser ständig vermehrtes Angebot immer stärker nachgefragt wird, ob für Workshops, Führungen oder Kindergeburtstage", so die Direktorin. Seit etwa einem Jahr finanziert der Förderverein auch ein Museumsprojekt mit Kindern der Karl-Schurz-Schule in Tannenbusch im Rahmen der offenen Ganztagsschulen, das dauerhaft Bestand behalten soll. Kinder der Schule, von denen fast alle vorher noch nie in einem Museum waren, werden ihre bisherigen Arbeiten auch am Jubiläumstag vorstellen. Von Anfang an beteiligte sich das Stadtmuseum Bonn mit eigenen Angeboten am jährlichen Kinder- und Jugendprojekt Käpt'n Book und hat vor einem Jahr auch von Kindern einen eigenen Kinderführer durch das Museum herstellen lassen.


Alle weiteren Infos gibt es unter www.bonn.de/stadtmuseum .


Stiftung ermöglicht Gemäldekauf für das Stadtmuseum

Bonn, 15.3.2008 Ein schon lange für seine Sammlung erhofftes Gemälde konnte das Stadtmuseum Bonn jetzt dank der Stadtmuseums-Stiftung Dr. Borchert dauerhaft erwerben. Es handelt sich um das noch in seinem Originalpaneel aus den Bonner Repräsentationsräumen des Kurfürsten Clemens August stammende Portrait seines bayerischen Neffen Kurfürst Maximilian III. Joseph. Lesen Sie mehr: Neues Gemälde im Bonner Stadtmuseum

Das Gemälde hängt schon am vorgesehenen Standort, der kurfürstlichen Galerie im Stadtmuseum, 2. Obergeschoss.
Das Bildnis stammt aus dem Nachlass des bekannten Bonner Universitätsprofessors und berühmten Mediävisten Eugen Ewig. Dessen Vater, ein Bonner Stoff- und Tuchhändler (Geschäft: Sternstraße 1) hatte das Gemälde zusammen mit anderen kurfürstlichen Portraits um 1900 erworben. Foto: Stadt Bonn

Der Bezug von Maximilian Joseph ist nicht nur interessant, weil es sich um enge wittelsbachsche Verwandtschaft von Clemens August handelt und das Portrait aus Bonn stammt. Aus Anlass eines Besuches seines Neffen 1754 sind Feste ausgerichtet worden, von denen ein Kostümball in den so genannten Bönnschen Ballstücken des Hofmalers Rousseu verewigt ist.


100. Geburtstag der Stadtarchivarin und Historikerin Edith Ennen

100. Geburtstag der Stadtarchivarin und Historikerin Edith
Ennen

 

Vor 100 Jahren, am 28. Oktober 1907, wurde Edith Ennen, Historikerin und langjährige Leiterin des Bonner Stadtarchivs geboren. Edith Ennen hat nicht nur zu Lebzeiten Maßstäbe in der Bonner Stadtgeschichtsschreibung gesetzt, sie war auch nach dem Krieg eine der wenigen Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere absolvierten. Auch als Archivleiterin war sie in ihrer Zeit eher eine Ausnahme. Edith Ennen wurde in Merzig an der Saar geboren, absolvierte mit Sondergenehmigung an einer Jungenschule das Gymnasium und studierte zwischen 1927 bis 1933 Geschichte, Germanistik und Latein in Freiburg, Berlin und Bonn. Als Leiterin des Stadtarchivs Bonn zwischen 1947 und 1964 organisierte sie den Wiederaufbau des Archivs, die Rückführung ausgelagerter Archivalien und gab dem Archiv zukunftweisende Strukturen. 1964 erhielt sie den Ruf an auf den Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität Saarbrücken. 1968 kehrte sie nach Bonn zurück, wo sie den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Geschichtlichen Landeskunde und das Amt der Direktorin des Instituts für geschichtliche Landeskunde bis zu ihrer Emeritierung am 31. März 1974 wahrnahm. Wegweisend sind ihre Arbeiten zur europäischen Stadtgeschichtsforschung. Außerdem sind zwei Langzeitprojekte der rheinischen und vergleichenden Städteforschung untrennbar mit ihrem Namen verbunden: der Rheinischen Städteatlas und der Geschichtliche Atlas der Rheinlande. „Frauen im Mittelalter" und „Die Frühgeschichte der europäischen Stadt", um nur zwei aus ca. 480 Titel umfassenden Werk zu nennen, gelten als Meilensteine der deutschsprachigen Historiographie und erschienen in zahlreichen Auflagen und Übersetzungen. Prof. Dr. Edith Ennen starb hochgeehrt am 19. Juni 1999 in der ihr zur Heimat gewordenen Stadt Bonn.


Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Stadtbibliothek unter www.bonn.de


StadtMuseum Bonn erhält berühmtestes deutsches Gebetbuch des 18. Jahrhunderts

Das StadtMuseum Bonn mit seiner bedeutenden Sammlung aus kurfürstlicher Zeit wird um eine besondere Kostbarkeit reicher. Das berühmteste deutsche Gebetbuch des 18. Jahrhunderts, von dem Bonner Hofkammerrat und Kabinettssekretär Maria Josef Clemens Kaukol für den Kurfürsten und Erzbischof von Köln Clemens August, gestaltet, ist dem Förderverein StadtMuseum geschenkt worden.


 
 

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