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Dauerausstellung

StadtMuseum Bonn Franziskanerstraße 9 1. und 2. Obergeschoß
53113 Bonn
Kasse/Information: 0228/772877
Das Stadtmuseum Bonn ist bis einschließlich
15. September 2010 geschlossen.
10 Jahre Stadtmuseum Bonn in der Franziskanerstraße
Bonns jüngste Kultureinrichtung feierte am Samstag, 17. Mai,
Jubiläum
Vor zehn Jahren, am 14. und 15. Januar 1998, wurde die Dauerausstellung
des Stadtmuseums Bonn in den Museumsräumen in der Franziskanerstraße
eröffnet. Das 10jährige Jubiläum der Eröffnung der Dauerausstellung zur
Bonner Stadt- und Kulturgeschichte von der Römerzeit bis heute in der
Franziskanerstraße ist für die Leiterin des Stadtmuseums, Dr. Ingrid Bodsch,
auch Anlass zur Rückschau auf die Gründung des Museums, die fast 19 Jahre
zurückliegt. Schon seit 1991 hat das Stadtmuseum mit Ausstellungen in der
Museumsdependance, dem Ernst-Moritz-Arndt-Haus auf seinen Anspruch und seine
Möglichkeiten aufmerksam gemacht. "Mit den Ausstellungen und Katalogen
"Monument für Beethoven" (1995) und "Clara Schumann 1819-1896" (1996) konnte
die Anerkennung und Begeisterung nicht nur der Besucher sondern auch der
Feuilletons der großen überregionalen Zeitungen erreicht werden. Seit 1998
spielen wir 'zweihändig' in der Franziskanerstraße und und im
Ernst-Moritz-Arndt-Haus, wobei die unterschiedlichen Räumlichkeiten mit
ihrem sehr spezifischen Ambiente sich für sehr unterschiedliche
Themenstellungen anbieten", so Dr. Ingrid Bodsch, Leiterin des Stadtmuseums.
Viele interessante Ausstellungen
Auf großes Interesse von Publikum und Presse stießen vor allem
"Clara Schumann", "Joseph Haydn in Bonn", "An den Rhein, an den Rhein ...",
"Beethoven und andere Wunderkinder", "Adolf Hitler am deutschen Rhein",
"Nagetiere im Kinderbuch - Das Kinderbuch vom 18. Jahrhundert bis heute",
Krippensammlung von Andreas Etienne, Bonner Keramik, "Bonn zur
Aufklärungszeit", "Zwischen Musik und Poesie. Robert Schumann - früh und
spät", Zur Schumannrezeption im 19. und 20. Jahrhundert, Sibylle
Mertens-Schaaffhausen und Bonner Impressionen- Foto der 60er-und 70er Jahre.
Gut besuchte Veranstaltungen
Bei den Veranstaltungen hatten besonders großen Zulauf der
Schillerabend im Rheinhotel Dreesen, die Nonnenwerth-Matinéen, die
Kinderaufführungen in der Aula des Clara-Schumann-Gymnasiums, die
Schumannsoiréen im Festsaal der Universität und im Kammermusiksaal und die
musikalisch-literarischen Sommersoiréen auf der Rheinterrasse des
Arndthauses bzw. die Veranstaltungen in Räumen und Garten der
Österreichischen Botschaft.
Kooperation mit Partner aus dem In- und Ausland
Das Stadtmuseum kooperiert bei vielen Projekten mit Partnern,
Museen in Bonn und im Rheinland, aber auch aus anderen Bundesländern und aus
dem Ausland, mit anderen Kultureinrichtungen wie Universität, Bibliotheken
oder Archiven, Kulturinstituten wie dem Uniclub oder dem Goetheinstitut, mit
diplomatischen Vertretungen und Kulturabteilungen von Bund und Ländern, mit
Künstlern aus dem Bereichen Literatur, Musik und Schauspiel und vielen
anderen mehr.
Engagement des Fördervereins
Über den Förderverein werden Stiftungen und Zuwendungen oft
Ausstellungen und Veranstaltungen möglich gemacht, die sonst auch bei
größtem persönlichen Einsatz nicht zu finanzieren wären. Darüber hinaus wird
das große Angebot an ehrenamtlichen Führungen von Mitgliedern des
Fördervereins getragen. Der Förderverein übernimmt auch einen erheblichen
Anteil der Kosten im museumspädagogischen Bereich und unterstützt neben der
Arbeit mit Kindern auch die übrigen Serviceangebote des Museums, die ab dem
kommenden Jahr auch auf Senioren in Bonner Altenheimen ausgedehnt werden
sollen.
Eine eigene Stiftung fürs Museum
Die wichtigste Erwerbung und auch teuerste Erwerbung in den 10
Jahren des Bestehens der Dauerausstellung war 2001/2002 der Kauf des so
genannten Emmelsilbers, das als nationales Kulturerbe und qualitätvollstes
Silber des 18. Jahrhunderts in Westdeutschland mit Mitteln des Bundes, der
Kulturstiftung der Länder und der Stiftung Kunst und Kultur des Landes NRW
für das Stadtmuseum gewonnen werden konnte.
2002 wurde das Stadtmuseum auch mit einer eigenen Stiftung bedacht (Dr.
Borchert), aus deren jährlich anfallenden Zinsen das Museum Objekte aus der
Zeit vor 1800 erwerben darf. 2008 gelang damit der Ankauf eines großen
kurfürstlichen Portraits, das noch in dem Paneel steckt, in dem das Gemälde
ehemals im Poppelsdorfer Schloss präsentiert wurde. (Siehe unten)
Kinder ins Museum
"Besonders froh sind wir, dass auch unsere intensiven Anstrengungen
im Hinblick auf Kinder seit etwa zwei Jahren immer reichere Früchte trägt
und unser ständig vermehrtes Angebot immer stärker nachgefragt wird, ob für
Workshops, Führungen oder Kindergeburtstage", so die Direktorin. Seit etwa
einem Jahr finanziert der Förderverein auch ein Museumsprojekt mit Kindern
der Karl-Schurz-Schule in Tannenbusch im Rahmen der offenen Ganztagsschulen,
das dauerhaft Bestand behalten soll. Kinder der Schule, von denen fast alle
vorher noch nie in einem Museum waren, werden ihre bisherigen Arbeiten auch
am Jubiläumstag vorstellen. Von Anfang an beteiligte sich das Stadtmuseum
Bonn mit eigenen Angeboten am jährlichen Kinder- und Jugendprojekt Käpt'n
Book und hat vor einem Jahr auch von Kindern einen eigenen Kinderführer
durch das Museum herstellen lassen.
Alle weiteren Infos gibt es unter www.bonn.de/stadtmuseum .
Stiftung ermöglicht Gemäldekauf für das
Stadtmuseum
Bonn, 15.3.2008 Ein schon lange für seine Sammlung erhofftes Gemälde
konnte das Stadtmuseum Bonn jetzt dank der Stadtmuseums-Stiftung Dr.
Borchert dauerhaft erwerben. Es handelt sich um das noch in seinem
Originalpaneel aus den Bonner Repräsentationsräumen des Kurfürsten Clemens
August stammende Portrait seines bayerischen Neffen Kurfürst Maximilian III.
Joseph.

Das Gemälde hängt schon am vorgesehenen Standort, der kurfürstlichen
Galerie im Stadtmuseum, 2. Obergeschoss.
Das Bildnis stammt aus dem Nachlass des bekannten Bonner
Universitätsprofessors und berühmten Mediävisten Eugen Ewig. Dessen Vater,
ein Bonner Stoff- und Tuchhändler (Geschäft: Sternstraße 1) hatte das
Gemälde zusammen mit anderen kurfürstlichen Portraits um 1900 erworben.
Foto: Stadt Bonn
Der Bezug von Maximilian Joseph ist nicht nur interessant, weil es sich
um enge wittelsbachsche Verwandtschaft von Clemens August handelt und das
Portrait aus Bonn stammt. Aus Anlass eines Besuches seines Neffen 1754 sind
Feste ausgerichtet worden, von denen ein Kostümball in den so genannten
Bönnschen Ballstücken des Hofmalers Rousseu verewigt ist.
100. Geburtstag der Stadtarchivarin und Historikerin Edith Ennen
Vor 100 Jahren, am 28.
Oktober 1907, wurde Edith Ennen, Historikerin und langjährige Leiterin des
Bonner Stadtarchivs geboren. Edith Ennen hat nicht nur zu Lebzeiten Maßstäbe
in der Bonner Stadtgeschichtsschreibung gesetzt, sie war auch nach dem Krieg
eine der wenigen Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere absolvierten.
Auch als Archivleiterin war sie in ihrer Zeit eher eine Ausnahme.
Edith Ennen wurde in
Merzig an der Saar geboren, absolvierte mit Sondergenehmigung an einer
Jungenschule das Gymnasium und studierte zwischen 1927 bis 1933 Geschichte,
Germanistik und Latein in Freiburg, Berlin und Bonn.
Als Leiterin des Stadtarchivs Bonn zwischen 1947 und 1964 organisierte sie
den Wiederaufbau des Archivs, die Rückführung ausgelagerter Archivalien und
gab dem Archiv zukunftweisende Strukturen. 1964 erhielt sie den Ruf an auf
den Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Universität
Saarbrücken. 1968 kehrte sie nach Bonn zurück, wo sie den Lehrstuhl für
Mittlere und Neuere Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der
Geschichtlichen Landeskunde und das Amt der Direktorin des Instituts für
geschichtliche Landeskunde bis zu ihrer Emeritierung am 31. März 1974
wahrnahm. Wegweisend sind ihre Arbeiten zur europäischen
Stadtgeschichtsforschung. Außerdem sind zwei Langzeitprojekte der
rheinischen und vergleichenden Städteforschung untrennbar mit ihrem Namen
verbunden: der Rheinischen Städteatlas und der Geschichtliche Atlas der
Rheinlande.
„Frauen im Mittelalter" und „Die Frühgeschichte der europäischen Stadt", um
nur zwei aus ca. 480 Titel umfassenden Werk zu nennen, gelten als
Meilensteine der deutschsprachigen Historiographie und erschienen in
zahlreichen Auflagen und Übersetzungen. Prof. Dr. Edith Ennen starb
hochgeehrt am 19. Juni 1999 in der ihr zur Heimat gewordenen Stadt Bonn.
Weitere Informationen gibt es auf den Seiten der Stadtbibliothek unter
www.bonn.de
StadtMuseum Bonn erhält berühmtestes
deutsches Gebetbuch des 18. Jahrhunderts
Das StadtMuseum Bonn mit seiner bedeutenden Sammlung aus kurfürstlicher Zeit
wird um eine besondere Kostbarkeit reicher. Das berühmteste deutsche
Gebetbuch des 18. Jahrhunderts, von dem Bonner Hofkammerrat und
Kabinettssekretär Maria Josef Clemens Kaukol für den Kurfürsten und
Erzbischof von Köln Clemens August, gestaltet, ist dem Förderverein
StadtMuseum geschenkt worden.
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