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Sonderausstellung 'Auf Zucker gebaut' in Bonn
Alexander
Koenig wurde vor 150 Jahren, am 20. Februar 1858, in St. Petersburg
geboren. Mit der Ausstellung "Auf Zucker gebaut" erinnert das Museum
Koenig in Bonn ab 21. Februar an den Gründer des Instituts, das heute
als Forschungseinrichtung der Leibniz-Gemeinschaft internationalen Ruf
genießt.
Für den Bau seines Zoologischen Forschungsmuseums in Bonn setzte
Alexander Koenig das von seinen Eltern und Großeltern ererbte Vermögen
ein, das diese im 19. Jahrhundert als Bäcker und Zuckersieder in Rußland
verdient hatten. Sein Großvater Johann Georg Koenig wanderte 1785 aus
Thüringen aus und ließ sich als Bäcker in St. Peterburg nieder. Sein
Sohn Leopold Koenig lernte das Handwerk des Zuckersiedens und war
bereits 1846 Eigentümer einer Zuckerfabrik. Durch den Einsatz neuer
Technologien und dem großflächigen Anbau der Zuckerrübe stieg Koenig
bald zu einem der führenden Zuckerindustriellen des Zarenreiches auf.
Zur Erntezeit beschäftigte er über 20 000 Personen. Für seine Arbeiter
und Angestellten ließ er Schulen und Krankenhäuser bauen und genoss als
"Zuckerkönig" landesweit ein hohes Ansehen.
Durch eine Laune seiner Frau Caroline, der es bei einer Durchreise 1867
in Bonn überaus gut gefiel, ließ sich Leopold Koenig in Bonn nieder. Er
baute eine Villa am Rhein, die später den deutschen Bundesspräsidenten
als Amtssitz dienen sollte. Hier wuchs Alexander Koenig auf und
entdeckte seine Neigung für die Naturkunde. Seine Forschungsreisen
finanzierte der Vater, und auch die später gegenüber der Villa Leopold
Koenig errichteten Wohn- und Museumsgebäude wurden "auf Zucker gebaut".
Die Ausstellung illustriert an Hand von sonst nicht gezeigten
Originalexponaten und Dokumenten die historischen Beziehungen des
Museumsgründers zu Rußland und seine Entwicklung als Forscher und
Privatdozent zum Museumsdirektor und Ehrenbürger der Stadt Bonn.
zur Homepage Zoologisches Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig
URL:
http://www.museum-koenig.de
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24.10.07 |
Gliederfüßer haben im Museum Koenig nun ein eigenes
Haus
Zoologisches Forschungsinstitut in Bonn weiht Erweiterungsbau mit
1500 Quadratmetern ein - Früherer Direktor Clas M. Naumann stand in
doppeltem Sinne Pate für das ProjektFast 1500 Quadratmeter neue
Fläche stehen den Mitarbeitern des Zoologischen Forschungsmuseums Alexander
Koenig in Bonn in dem Neubau zur Verfügung, der nach dem früheren
Museumsdirektor Clas M. Naumann benannt ist. Am Mittwoch, 24. Oktober, 10
Uhr ist die Einweihungsfeier in der "Savanne", im Anschluss werden die Gäste
durch den Neubau geführt, in dem die Arbeitsgruppe und Sammlungen der
Abteilung Arthropoda (Gliederfüßer), das Molekularlabor und die Bibliothek
untergebracht sind.
Die Bauarbeiten begannen im Februar 2004,
einen Tag vor der Baustelleneinrichtung starb Prof. Clas M. Naumann, dessen
Verhandlungsführung das Museum den Ersatz- und Erweiterungsbau weitgehend
verdankt. Die Baukosten von rund 5,88 Millionen Euro trägt das Land
Nordrhein-Westfalen zu 75 Prozent, 25 Prozent steuert der Bund bei.
Weitere Informationen ,
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