Stiftung
Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland
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Museumsmeile
Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn
Tel.: (02 28) 91 65-0 Fax: (02 28) 91 65-302
E-Mail: <post@hdg.de>
Öffnungszeiten: Di–So, 9:00–19:00 Uhr
Eintritt frei
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Haus der Geschichte
eröffnet neue Ausstellung
"Melodien für Millionen - Das Jahrhundert des Schlagers"
Bonn, 4.5.2008 - Das Haus der Geschichte geht mit seiner neuen
Ausstellung
"Melodien für Millionen. Das Jahrhundert des Schlagers" vom 9. Mai
bis 5. Oktober dem Phänomen Schlager nach, von den Anfängen im 19.
Jahrhundert bis zur Gegenwart. Der gläserne Flügel von Udo
Jürgens, Caterina Valentes Gitarre, Bühnenbekleidung, etwa von
Zarah Leander, und der Motorroller von Cornelia Froboess sind
Attraktionen unter den 1500 Exponaten.

Über 1000 Titel sind in der Ausstellung zu hören, Ausschnitte
ausgewählter Schlagerfilme sind in einem Kino zu sehen. Besonders
lebendig wird die Ausstellung durch ihre Gestaltung: Die Themen
werden auf Bühnen präsentiert. Diese stehen für bestimmte
Zeitabschnitte und führen chronologisch vom Ende des 19.
Jahrhunderts in die Gegenwart. Der innere Bühnenraum präsentiert
dabei die musikalische und emotionale Seite des Schlagers,
wichtige Stars und Themen wie Heimat, Fernweh, Sozialkritik,
Frieden und Liebe, die weitgehend zeitenübergreifend sind. An
Plattentischen mit virtuellen Covern haben die Besucher
Gelegenheit, ihre Lieblingsschlager auszuwählen und anzuhören.
Die Außenseiten, die „Kulissen" der einzelnen Bühnen, beleuchten
politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte sowie
die jeweiligen technischen Besonderheiten der Zeitabschnitte:
Schallplatte und Rundfunkgerät, Kino, Fernsehen sowie digitale
Datenträger und das Internet schaffen Voraussetzungen für die
Erfolgsgeschichte des Schlagers und seiner Stars.
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„Isa Vermehren, Kabarettistin und
Ordensfrau
Neue Exponate einer ungewöhnlichen Frau in der Dauerausstellung
des Bonner Hauses der Geschichte
Bonn,9.5.2005 – „Agathe“ nennt Schwester Isa Vermehren zärtlich
ihre Ziehharmonika. Das Instrument war ihr Markenzeichen als
Kabarettistin im Ensemble von Werner Finck. Dort trat sie in den
1930er Jahren im Kabarett „Die Katakombe“ auf, bis es von den
Nationalsozialisten 1935 geschlossen wurde.
Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zeigt in
seiner Dauerausstellung in Bonn ab sofort Originalexponate, die
den Lebensweg dieser ungewöhnlichen Frau dokumentieren.
Isa Vermehren, 1918 in Lübeck geboren, weigert sich als Schülerin
im Frühjahr 1933, die Hakenkreuzfahne zu grüßen. Sie wird aus dem
Gymnasium entlassen, geht nach Berlin und schließt sich dem
politisch-literarischen Kabarett von Werner Finck an. Sie dreht
auch Filme mit Ufa-Stars wie Paul Henckels, Gustav Knuth, Rudolf
Platte und anderen. 1938 tritt Isa Vermehren zum katholischen
Glauben über.
Nachdem ihr Bruder sich 1944 zu den Engländern abgesetzt hatte,
wird Isa Vermehren mit ihrer Familie in Sippenhaft genommen. Sie
überlebt die Konzentrationslager Ravensbrück, Buchenwald und
Dachau. Nach dem Krieg setzt sie zunächst ihre künstlerische
Laufbahn fort, tritt aber 1952, nicht zuletzt unter dem Eindruck
ihrer Kriegserfahrungen, in den Orden „Sacré-Coeur“ ein. Sie
arbeitet als Schulleiterin in Bonn und Hamburg. Einem großen
Publikum wird Isa Vermehren durch die Sendung „Das Wort zum
Sonntag“ bekannt, das sie zwölf Jahre lang spricht. Heute lebt Isa
Vermehren im Herz-Jesu-Kloster in Bonn-Beuel.
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Rund 1 Millionen Ausstellungsbesuche im
Haus der Geschichte Bonn –
2004 ist erfolgreichstes Jahr seit 1995
4.2.2005 Zehn Jahre nach der Eröffnung bleibt das Haus der
Geschichte in Bonn weiter attraktiv. Die belegt die Zahl der
Ausstellungsbesuche von rund 960.000 im vergangenen Jahr. Die
Dauerausstellung besuchten 621.000 Gäste, 242.000 die
Wechselausstellungen und weitere 97.000 die Foyerausstellungen.
Dies ist das beste Ergebnis nach 1995, dem ersten Jahr nach der
Eröffnung des Hauses. Der Tagesdurchschnitt alleine in der
Dauerausstellung lag 2004 bei 2.000 Besuchern, eine Steigerung von
17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Prof. Dr. Hermann Schäfer, Präsident der Stiftung Haus der
Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, sieht die Konzeption
des Museums bestätigt: "Ich freue mich sehr, dass die
Dauerausstellung auch weiterhin zu den Zugpferden des Museums
gehört. Das Jubiläumsjahr 2004 hat uns noch einmal einen Schub
gegeben. Ich bin Zuversichtlich, dass wir die erfolgreiche Arbeit
auch im Jahr 2005 fortsetzen können."
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10 Jahre Haus der Geschichte in
Bonn: Neun Millionen in der Dauerausstellung
Bonn 17.6.2004 – Neun Millionen Menschen haben in den vergangenen
zehn Jahren die Dauerausstellung des Hauses der Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland besucht. Das erklärte Hermann Schäfer,
Direktor des Hauses der Geschichte, in einem Interview mit DIE
WELT. Gleichzeitig betonte Schäfer, dass sein Museum die Aufgabe
habe, künftig auch das Palais Schaumburg, offiziell immer noch
Bonner Sitz des Kanzlers, museal zu betreuen. Gleiches gelte für
die den Kanzlerbungalow, den Sep Ruf gebaut habe. Im Palais
Schaumburg soll künftig eine Ausstellung über die Geschichte der
Kanzler der Bundesrepublik Deutschland gezeigt werden. Ein Konzept
für die Nutzung des Kanzlerbungalows sei in Entwicklung.
Das Haus der Geschichte arbeitet eng mit Berlin zusammen. Wie
Schäfer betonte, werden viele Wechselausstellungen auch in der
Bundeshauptstadt gezeigt.
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"Wege der Erinnerung":
Haus der Geschichte eröffnet neue virtuelle Präsentation zu
europäischen Erinnerungsorten
Gemeinsam mit fünf europäischen Museen und
Forschungsinstitutionen stellt das Haus der Geschichte unter
www.wege-der-erinnerung.de 700 Orte vor, an denen in Europa
der Schlachten des Ersten und Zweiten Weltkriegs, der
Auseinandersetzungen des Spanischen Bürgerkriegs sowie der
Schrecken des Holocaust gedacht wird. Für diese Topographie der
Erinnerung in sechs Sprachen übernahm das Haus der Geschichte
die Bearbeitung der deutschen Erinnerungsorte und vernetzte
dabei auch die Websites einschlägiger Einrichtungen wie Museen
und Gedenkstätten.
Neben dem Mémorial in Caen und dem Haus das Geschichte
entwickelten das Istituto per i beni artistici, culturali e
naturali in Bologna, das Centre d'Etudes et de Documentation
Guerre et Sociétés contemporaines in Brüssel, das Museo de la
Paz in Gernika und das D-Day Museum in Portsmouth
Internetseiten, die erstmals auf diese Weise umfassende
Informationen zu Geschichte und Bedeutung bekannter und weniger
bekannter Erinnerungsorte in Frankreich, Deutschland, Italien,
Belgien, Spanien und Großbritannien bieten. Darüber hinaus
können die Benutzer praktische Hinweise zu Museen,
Gedenkstätten, Denkmälern und Soldatenfriedhöfen abrufen. Zur
Finanzierung dieses Projekts stellte die Europäische Kommission
im Rahmen ihres Programms "Culture 2000" 150.000 Euro bereit.
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"Gegen das Recht gibt es kein
Recht"
Bonns Haus der Geschichte erhielt Schlüssel des
Bundesverfassungsgerichts
ib – Den symbolischen Schlüssel des höchsten deutschen Gerichtes
überreichte die Direktorin beim Bundesverfassungsgericht, Dr. Elke
Luise Barnstedt, vor wenigen Tagen dem Haus der Geschichte der
Bundesrepublik Deutschland in Bonn.
Der Schlüssel trägt die Aufschrift "Gegen das Recht gibt es kein
Recht".
Der Schlüssel wurde am 28. September 1951 bei der Eröffnung des
Bundesverfassungsgerichts im Prinz-Max-Palais in Karlsruhe
überreicht. Elke Barnstedt überbrachte ihn im Auftrag des
Präsidenten, Prof. Hans-Jürgen Papier. Das Relikt aus der
Gründerzeit des Verfassungsgerichtes ergänzt die Präsentation zu
den Anfängen der Verfassungsorgane in der Bonner Republik. Bisher
sind in der Dauerausstellung das erste Dienstschild des
Bundesverfassungsgerichtes sowie eine rote Robe von Julius
Federer, ein Verfassungsrichter der ersten Generation, zu sehen.
Damit kehrt der Schlüssel in die Stadt zurück, in der 1948 der
Parlamentarische Rat die Beratungen zum Grundgesetz der
Bundesrepublik Deutschland aufgenommen und der Deutsche Bundestag
am 23. Mai 1949 das Grundgesetz verabschiedet hat.
In der Tiefe wartet der gestrandete
Konzertflügel
Das Bonner Haus der Geschichte
feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einem Familienfest -
Insgesamt kommen 10 000 Besucher zu Dauerausstellung, Depots
und Garten
Von Silke Elbern Bericht General Anzeiger Bonn 13. Juni
2004
Bonn. Der Weg zu den Schatzkammern führt in die Tiefe,
ist verwinkelt und normalerweise nur Auserwählten zugänglich.
Was für den Leiter der Registratur des Hauses der Geschichte,
Volker Thiel, zum Alltag gehört, durften am Sonntag erstmals
auch Besucher erkunden. Anlässlich des Familienfestes zum
zehnten Geburtstag lud das Museum zu Depot- und
Werkstattführung ein. Insgesamt 10 000 Besucher strömten durch
Dauer- und Wechselausstellung.

Gefülltes Foyer: Umringt von den Besuchern schaut der
Direktor des Hauses der Geschichte, Hermann Schäfer (Mitte),
entspannt dem Treiben auf der Bühne zu. Foto: Frommann
Ein Exponat ist Thiel sozusagen zugeschwommen. "Der
Konzertflügel stammt aus der Dresdner Semperoper, in der sich
das Elbe-Hochwasser im Herbst 2002 breit gemacht hat",
erzählte Thiel. Der einstmals schwarze Flügel hat
augenscheinlich schon bessere Tage gesehen. "Wir werden ihn
lediglich säubern, denn man restauriert nichts neu", sagte der
Registrar. 350 000 Exponate umfasst die Sammlung, jeden Monat
kommen 500 neue dazu.
"Hier liegt ja überhaupt kein Staub auf den Gegenständen",
meinte eine Zuhörerin mit Verweis auf ihr eigenes Zuhause
neidisch. Das, so erklärte Thiel, liege an den dichten Türen
und dem leichten Überdruck in den Räumen. Mancher Teilnehmer
war nach dieser etwas beklemmenden Aussage froh, über den
5 000 Kilo fassenden Lastenaufzug wieder ans Tageslicht zu
gelangen.
Im Garten lautete das Motto des Stadtverbandes Bonn der
Kleingärtner "Fühlen, Riechen, Schmecken". Die Geschwister
Charlotte (9), Josefine (6), Jasper und Henriette (beide 2)
Weiss ließen sich das nicht zweimal sagen. Direkt ertasteten
sie, dass in der schwarzen Box Apfel und Karotte lagen. "Wir
sind vor drei Monaten von Heidelberg nach Troisdorf gezogen
und wollen unseren Kindern jetzt die hiesigen Museen zeigen",
sagte Mutter Inken Weiss.

Freund des Hauses: Kabarettist Konrad Beikircher erzählt in seiner
Geburtstagsansprache Anekdoten zu den Anfängen der
Bundesrepublik zwischen ausgestopften Tieren. Foto: Frommann
Der stellvertretende Vorsitzende der Kleingärtner, Helmut
Weck, erzählte Wissenswertes über den benachbarten deutschen
Kleingarten der vierziger Jahre mit Sieglinde-Kartoffel und
Bohnen.
Im Innern tüftelten derweil die Bochumerinnen Vivian Besser
und Hannah Kulka (beide 14) mit ihren englischen
Austauschschülerinnen Gemma Bond (13) und Dominique St. John
(14) über den Fragen des Preisrätsels. Als Hauptgewinn winkte
eine Reise nach Leipzig zum Forum Zeitgeschichte. Aus welchem
Kriegsmaterial das Karussell gearbeitet wurde, wusste
Dominique sogar auf deutsch. "Aus dem Filter einer Gasmaske."
Auch der VW-Käfer als Exportschlager war ihr bekannt.
Eben noch, so kam es zumindest Kabarettist Konrad Beikircher
vor, habe Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl auf der Bühne
gestanden, und die Eröffnungsrede gehalten. "Aber damals hat
keiner auch nur ein Wort verstanden, so tief war sein Kopf im
Mantel der Geschichte verschwunden", sagte Beikircher in
seiner Geburtstagsansprache.
Im "Heimatmuseum der Bonner Republik" habe Kohl auch das Motto
des Hauses "Erinnern für die Zukunft" mitgeteilt. "Denn nur
wer das Kurzzeitgedächtnis pflegt, kann ein solides
Langzeitgedächtnis aufbauen", meinte der gebürtige Südtiroler.

Richtig ertastet: Zur Belohnung gibt's für die Zwillinge Jasper und
Henriette Obst. Foto: Frommann
Er erinnerte in gewohnt humoriger Weise an die Anfänge der
Bundesrepublik zwischen ausgestopften Tieren im Museum Koenig
und an den Bahnsteig 1: "Jahrelang konnte man dort keinen
Koffer abstellen, weil Präsident Theodor Heuss mit seinem
Mercedes Staatsgäste abholte." Der geübte Bonner habe deshalb
den Godesberger Bahnhof angesteuert.
Genau wie Beikircher war auch schon Hermann Schäfer, Direktor
des Hauses der Geschichte, am 14. Juni 1994 bei der Eröffnung
anwesend. "Da das Haus so erfolgreich ist, feiern wir nicht
nur einen Tag lang", sagte er rückblickend auf neun Millionen
Besucher. Am Montag schließt sich ein internationales
Symposium zur Zukunft der Museen im 21. Jahrhundert an. Am
Dienstag schaut Bundespräsident Johannes Rau zum offiziellen
Festakt vorbei.
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