Erstellt am:31.3.2010

Bergfried der Godesburg kann noch nicht saniert werden

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Finanzierung des 1, 2 Million-Euro-Projekts nicht gesichert
Die Finanzierung der 1,2 Million Euro teuren Sanierung des Bergfrieds der Godesburg ist nicht gesichert. Daher kann dieses bislang aus Kostengründen immer wieder zurückgestellte Projekt auch2010  nicht erfolgen.

Seit Ende 2004 sichert eine transparente, netzartige Struktur die Mauer. Sie soll verhindern, dass sich gelegentlich lösende Mörtelbrocken aus dem alten Gemäuer herab stürzen.

Das Innenleben des Bergfrieds wurde 2006 für rund 60.000 Euro erneuert. Seitdem beherbergt der alte Burgwächter ein kleines Info-Zentrum mit einigen Schautafeln über die wechselvolle Geschichte. Außerdem hat das Städtische Gebäudemanagement unter anderem die Holztreppe durch Stahlstufen ersetzt, neuen Estrich verlegt und die Elektroinstallation saniert. Von der 122 Meter über den Rheintal gelegenen Aussichtsplattform genießt der Betrachter ein imposantes Panorama.

 

Millionen-Investitionen bereits 2003

Bereits bis Mitte 2003 hatte die Stadt für zirka 2,7 Millionen Euro - darin enthalten sind auch rund 400.000 Euro aus Landesmitteln - die Godesburg umgestaltet. Bei dieser Grundrenovierung wurden lediglich die notwendigen Maßnahmen für eine funktionierende Gastronomie vorgenommen.

 

Lieblingsplatz der Kölner Erzbischöfe wurde durchs "heimlich Gemach" erobert
Am 15. Oktober 1210 legte der Kölner Erzbischof Dietrich I. den Grundstein der Godesburg. 250 Jahre lang war sie einer der Lieblingsplätze der Kölner Erzbischöfe. Ihr Ende wurde mit dem Ausbruch des "Truchsessischen Kriegs" besiegelt, am 17. Dezember 1583 wurde sie erobert und teilweise zerstört. Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg war zum Protestantismus übergetreten und hatte sich mit seinen Truppen in der Burg verschanzt. Der Pabst belegte Gebhard mit einem Bann und ernannte Herzog Ernst von Bayern zum neuen Erzbischof. Schließlich wurde die Burg mit einer 1500 Pfund-Mine in die Luft gesprengt. Der Überlieferung nach sollen die bayerischen Söldner durch einen an der Außenmauer gelegenen Abort - "heimlich Gemach" - ins Burginnere eingedrungen sein.

1896 wurde eine erste Burggaststätte in der Ruine eingerichtet und bewirtschaftet. 1959 wurde die Burgruine nach den Plänen des Kölner Architekten Gottfried Böhm restauriert, befestigt und ein neues Burgrestaurant eingebaut.

 


 

 
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