Der Flohmarkt in der Rheinaue gilt als einer der größten deutschen
Flohmärkte und zieht jährlich über 200.000 Besucherinnen und Besucher an
den sieben Veranstaltungen an.
Von April bis Oktober ist er an jedem
dritten Samstag im Monat das "Handelszentrum" der Stadt. Je nach
Wetterlage werden zwischen 1.000 und 1.800 Anbieter erwartet.
Ansprechpartner:
Informationen rund um den FLOHMARKT IN DER
RHEINAUE
gibt es ab sofort unter:
www.melan.de
oder über unser Reservierungsbüro unter der Telefonnummer: 0241-1895400
Zur Homepage Flohmarkt in der Rheinaue
URL:
http://www.flohmarkt.rheinaue.de
Stadtwerke Bonn bieten Fahrten mit Bus und
Bahn
Zur Homepage der Stadtwerke Bonn
URL:
http://www.stadtwerke-bonn.de
Gut angenommen wurden in den letzten Jahren
auch die 200 kostenlosen Parkplätze in der Besucher-Tiefgarage des
Posttowers. Wer trotzdem verkehrsbehindernd parkt, wird abgeschleppt.
Keine Neuware
Als Anbieter zugelassen werden nur Amateure,
die flohmarkttypische gebrauchte Artikel verkaufen wollen. Neuwertige
Industriewaren, Lebensmittel, Tabakerzeugnisse, Pflanzen, lebende oder
präparierte Tiere und Tierteile, Waffen aller Art, Nazi-Artikel,
Kriegsspielzeug, Gewalt verherrlichende Artikel, Erotika, Farben, Öle,
Lacke, Verdünnungen, Kosmetika, Parfüme (ausgenommen sind
Sammlerminiaturen), pornographische Darstellungen, Waren, die gegen das
Zoll- und Urheberrecht verstoßen, sind nicht zugelassen. Die Stände
dürfen am Freitag vorher schon ab 16 Uhr aufgebaut werden, Es können
keine Reservierungen vorgenommen werden. Verkaufszeit ist am Samstag von
8 bis 18 Uhr. Vor Ort wird das Standgeld in Höhe von 6,50 Euro pro
angefangenen Meter (Front oder Tiefe )im Laufe des Flohmarkttages
zusammen mit einer Müllkaution in Höhe von 3 Euro pro Meter kassiert.
Kinder bis einschließlich 14 Jahren zahlen für einen Stand, unter zwei
Metern Länge, den sie alleine betreiben nichts.
So fing alles an:
Der erste Flohmarkt fand am 7. April 1973 vor
der Schlosskirche statt. Laut Chronik waren gegen 10 Uhr an diesem Tag
alle Plätze vergeben. Insgesamt hatten 88 "Händler", darunter 39 aus dem
Bonner Raum, ihre Zelte auf dem Hof und in der Brüdergasse
aufgeschlagen. Es gab Pickelhauben, funkelnde und glitzernde Degen,
wurmstichige Vorderlader, ein Gitterbettchen mit feingedrechselten und
geschnitzten Beinen, alte Puppen für viel Geld, in grüne Glasflaschen
eingeschlossene Liebesherzchen sowie viel Silber und altes Porzellan.
Der Flohmarkt erlebte eine große Resonanz, so dass er aus allen Nähten
platzte und im Juli 1975 in den Bonner Hofgarten verlegt werden musste.
Verkehrliche Probleme waren es letztendlich, die einen Umzug des
Flohmarktes aus dem Hofgarten an das Beueler Rheinufer im Dezember 1978
erforderlich machten. Der Auftakt in Beuel stand allerdings unter einem
schlechten Zeichen. Bedingt durch einen Temperatursturz mit Glatteis
waren mehr Anbieter als suchende Käufer zum neuen Standort gekommen.
Der neue Standort Beuel erfreute sich jedoch einer ständig steigenden
Beliebtheit und entwickelte sich zu einer Großveranstaltung mit
überregionaler Bedeutung. Durch den Ausbau der Hermannstraße und den
Kanalbau in der Rheinaustraße waren es wieder verkehrliche Gründe, die
eine Standortverlagerung erforderlich machten. Nach nur acht Jahren zog
der Flohmarkt zum vierten Mal um, diesmal in die Gronau. Hier fand am
18. April 1981 der erste Flohmarkt statt. Entgegen den bisherigen
Standorten ließen sich im Gronaugelände die verkehrlichen Probleme gut
lösen und Lärmbelästigungen fielen nicht erheblich ins Gewicht.
Aber auch der Standort Gronau wurde nur zwei Jahre beibehalten. Die
Verlagerung zum jetzigen Standort in der Rheinaue erfolgte am 16. April
1983. Diesmal waren es keine Verkehrsprobleme, sondern das andauernde
Hochwasser ließ eine Nutzung der Veranstaltungsfläche nicht zu.
Offiziell beschloss der Hauptausschuss am 15. Mai 1984, dass von nun an,
jeweils am dritten Samstag der Monate April bis Oktober in der Zeit von
8 bis 18 Uhr, der Flohmarkt in der Rheinaue im Bereich des
Haupteinganges an der Ludwig-Erhard-Allee durchgeführt werden soll.
Die Rheinaue entpuppte sich als wahres Eldorado für Flohmarktfans. Die
ersten drei Veranstaltungen des Jahres 1984 ließen die Beschickerzahlen
drastisch steigen. Schon der Flohmarkt am 16. Juni 1984 hatte rund 1.500
Anbieter, bei sehr großem Besucherinteresse.
Seit April 2008 hat der neue Pächter des Parkrestaurants Rheinaue die
Organisation der Rheinauen-Flohmärkte übernommen. Dabei wurde das seit
Jahren bewährte und familienfreundliche Konzept nicht geändert.