• Erstellt:29.7.2007

    Das Busnetz in Godesberg

     
       

    Lob und kritische Stimmen beim Diskussionsabend zum neuen Busnetz

    Das Busnetz 2008 soll für Bürgerinnen und Bürger attraktiver und einfacher werden. Foto: Birgit Franz
    BAD GODESBERG. (bf) Einfacher, kundenfreundlicher und wirtschaftlicher - das sind die Schlagworte, die das für August 2008 vorgesehene, neue Buskonzept beschreiben sollen.

    Entwickelt wurde das Konzept von der Stadt Bonn in Abstimmung mit SWB Bus und Bahn. Bevor es im Herbst zur Abstimmung mit dem Rhein-Sieg-Kreis kommt und schließlich den Bezirksvertretungen und dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt wird, hatten Bürgerinnen und Bürger in den Bezirken das Wort.

    Der "Dialog zum Busnetz 2008" in Bad Godesberg fand unter Beteiligung vieler Kommunalpolitiker im Friedrich-List-Berufskolleg statt.

    Rund 50 Bürger bekamen im Anschluss an die Präsentation des neuen Konzeptes die Gelegenheit, Lob, Kritik und Anregungen schriftlich zu äußern. "Wir wollen das Busnetz attraktiver, einfacher und leistungsfähiger gestalten und sie als Bürger frühzeitig in den Entscheidungsfindungsprozess mit einbeziehen", betonte Raimund Brodehl, Leiter der Verkehrsplanung im Stadtplanungsamt.

    Dabei stehe natürlich auch die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt. Im Visier: eine Ersparnis an Betriebskosten in der Höhe von rund 1,3 Millionen Euro.

    Hierfür sollen die Hauptlinien im Stadtgebiet zunächst gebündelt werden und künftig angepasst an den Berufsverkehr werktags im Zehn-Minuten-Takt fahren.

    An den Wochenenden gebe es dann einen 15-Minuten-Takt. Für Godesberg bedeutet dies konkret, dass der Heiderhof mit den Linien 610 und 611 (dann nur noch als Linie 610) häufiger frequentiert werden soll.

    Zudem fährt die Linie dann direkt über das Bundesviertel zum Bonner Hauptbahnhof und von dort nach Duisdorf. Die "bessere Anbindung des Heiderhofs" begrüßten viele Bürger sehr, gleichzeitig galt die Sorge hier den möglichen Verspätungen durch längere Linienwege.

    Auch der Süden (Linie 612 und 614) bekommt im nächsten Jahr eine bessere Anbindung. So soll es eine direkte Verbindung zwischen den Ortskernen Mehlem und Lannesdorf geben. Die "Irrfahrten" der Linie 614 durch das Pennenfeld und das Villenviertel sollen beseitigt werden.

    Allerdings wird die Linie sehr zur Besorgnis der Eltern künftig nicht mehr
    direkt vor der Godesberger Gesamtschule halten. Für "unsinnig" hielten die Bürger auch die Idee der "Taxibusse", die die späteren Fahrten der Linie 615 zwischen Rheinallee und Waldkrankenhaus ersetzten sollen und bezeichneten diese als "Zukunftsmusik".

    Mindestens 30 Minuten vor gewünschter Abfahrt müsse der Taxibus geordert werden und er fahre auch nur bei ausreichendem Bedarf.

    Ein Kunde traf mit seiner schriftlichen Anregung das Anliegen vieler Anwesender abschließend auf den Kopf: "Angebot schafft eben einfach Nachfrage!" So werde das Busnetz 2008 im Ganzen gut akzeptiert, einige geplante Ausdünnungen und Umstrukturierungen gelte es jedoch noch zu überdenken.

    Das Busnetz 2008 gibt es übrigens im Internet unter www.bonn.de.

        

     
     

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